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WORTE DES LEBENS für Oktober 2006 (Textversion)



* Seite 1.

* Die zweifache Verantwortung

Das Christsein hat zwei Seiten, erstens eine ganz persönliche und zweitens eine öffentliche. Beide sind untrennbar miteinander verbunden. Es stimmt also dann irgendetwas in einem Glaubensleben nicht, wenn es an einer von beiden fehlt.

Zunächst aber wollen wir „Die ganz persönliche Seite“

des „Christseins“ etwas näher betrachten. Es gilt auch uns, wenn Jesus zu Nikodemus sagt: »Amen! Amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen!« (Joh 3,3) und weiter:»Amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen« (Joh 3,5).

Jesus fordert zudem jeden einzelnen Menschen auf: »Geht hinein durch das enge Tor und den schmalen Weg« (nämlich zum ewigen Leben mit IHM) (Mt 7,13-14). Nach Lk 13,24 kostet es (durch die enge Pforte zu gehen) Kampf:

• Kampf mit anderen Stimmen;
• Kampf mit Versuchungen;
• Kampf mit Widerständen;
• Kampf mit schlechten Gewohnheiten;
• Kampf mit (gottfeindlichen) Mächten.

In Jh 10,7-9 ist Jesus selbst die Tür zur Freiheit des ewigen Lebens.

Nach allen genannten Stellen steht der Mensch also zunächst draußen. Getrennt von der Gemeinschaft mit Gott erfordert es einen regelrechten Durchgang und ein Durchringen ins Reich Gottes, wenn wir bei Gott leben wollen! Dies geschieht nach Jh 10,7-9 durch das bewusste „sich Anhängen“ an Jesus, also durch eine Lebensübergabe an ihn.

Jesus sagt weiter: »Denn weit ist das Tor und breit ist der Weg, der zur Verdammnis fährt, und viele sind's, die hier hineingehen. Eng aber ist das Tor und schmal ist der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden« (Mt 7,13-14).

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* Seite 2.

Nur »zwei« Tore und nur »zwei« Wege gibt es. Die Masse der Menschen will einen Mittelweg, eine Mischzone zwischen Glauben und Unglauben. Diesen dritten Weg gibt es nach Jesus eindeutig nicht, denn:

• Entweder stehe ich im Glauben – oder nicht.
• Entweder bin ich gerettet – oder verloren.
• Entweder habe ich mich an Jesus gehängt - oder ich bin noch im Reich der Finsternis (vgl. Kol 1,13).

Danach kann ich also ganz nahe an der Schwelle zum Leben sein, oder vielleicht sogar auf der Schwelle, aber noch nicht hindurch!

Wie anfangs gesagt ist Wiedergeburt nötig! Und zur Wiedergeburt gehört:

* dass ich endlich GOTT recht gebe;
* dass ich erkenne: ich brauche ein neues ungeteiltes Herz für Jesus;
* dass ich kein verlorener Mensch sein will;
* dass ich mich nach Jesus sehne;
* dass Jesus mein einziger Heiland auf der Welt ist;
* dass ich IHM aufrichtig meine Schuld, meine Sünden, meine Fehler bekenne;
* dass ich wahrhaft Glaube: Sein Blut macht mich von aller Sünde rein; dass ER für mich mit Seinem Leben alles bezahlt hat;
* dass ER mir die Gerechtigkeit geschenkt hat, die vor GOTT gilt;
* dass ich mich klar und entschlossen Jesus ausliefere und Ihm nachfolge;
* dass der Heilige Geist mir „du bist jetzt angenommen“ sagt.

Das nennt die Bibel „Versiegelung im Heiligen Geist.“

Also nochmals: Jesus hat uns gesagt, dass wir ohne Wiedergeburt nicht ins Reich Gottes kommen.
Ist jemand ein Kind Gottes geworden, dann weiß er dies auch. Wenn ich nämlich am verdursten bin und jemand gibt mir Wasser zu trinken, dann weiß ich, dass ich gerettet wurde und ich mich wieder erhole.

Das gehört ebenfalls zur persönlichen Seite des Christseins. Das muss jeder ganz allein für sich durchmachen, damit er vom Tod zum ewigen Leben kommt.

Jesus kam in mein Leben und ich hatte plötzlich den brennenden Wunsch, Menschen vor dem Verderben zu warnen, ständig Jesus anzurufen und täglich in der Bibel zu lesen, denn ich wollte jeden Tag die Stimme meines Freundes und Erlösers hören.

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* Seite 3.

* Den Tag mit dem Herrn anfangen!

KEIN MENSCH SOLLTE SICH AUSRUHEN ODER AUFHÖREN, BEVOR ER NICHT DURCH DIE WIEDERGEBURT DURCH IST. DIE WIEDERGEBURT ALLERDINGS IST ERST DER ANFANG, DENN DER TÄGLICHE TAGESABLAUF HAT SICH NUN GEÄNDERT.

Zum früheren Tagesablauf ist nunmehr entscheidendes hinzugekommen:

• Schon während des Aufstehens danke ich Gott für die Nacht hinter mir und für den Tag vor mir;
• ich lese laut die Tageslosung;
• ich singe ein oder mehrere Lobpreislieder und sammle mich so, noch vor dem Frühstück, für die Begegnung mit Gott. Aber Vorsicht: in diesem Zusammenhang wurde festgestellt, dass auch der Lobpreis oftmals gesungen wird, weil er persönlich gefällt und leider erst danach zur Ehre Gottes.
• anschließend lese ich einen Bibeltext und denke, in Gebetshaltung über diesen nach.

Wiedergeborene Menschen tun das jeden Tag, ein Leben lang, egal wo auf der Welt sie auch sind, weil sie nicht mehr, ohne die Stimme des guten Hirten zu hören, leben können und weil sie mit Ihm reden müssen.

Wenn also die Bibel wieder zugemacht wird, sollte sinngemäß gebetet werden: „Herr Jesus, jetzt muss ich mit dir reden. Heute habe ich viel vor. Bitte, hilf mir da durch. Bewahre mich auch vor meinen Lieblingssünden!

Gib mir bitte den Heiligen Geist und auch Liebe zu meinen Mitmenschen! Amen.“

Beten und reden mit Jesus! ER ist da, Er hört und erhört! Wenigstens eine Viertelstunde am Tag! Später wird es vielleicht mal eine halbe Stunde... und mehr daraus. Auch das gehört zu einem lebendigen, persönlichen Christsein.

Gerade im geistlichen Leben sollte man mit Gewohnheiten sehr vorsichtig sein. Andrerseits aber gibt es auch gute und fruchtbare Gewohnheiten, die immer eingehalten, ja sogar verbessert werden sollten.

Wer sich also angewöhnt, morgens mit Jesus zu reden, vielleicht sogar fortlaufend einige Verse aus dem Evangelium liest und darüber betet, dessen Tag verläuft anders, besser, ja sogar sehr gut. Mit solchen Tagen wird man spielend fertig. Je größer die Aufgabenstellung an solchen Tagen ist, je mehr man zu tun hat, desto wichtiger und notwendiger wird die morgendliche Zeit mit Jesus. IHM werden alle Dinge, vor allem die bewegenden, als erstes vorgetragen. Und ER muss aber auch zu Wort kommen, denn will antworten.

Weiters gehört zu unserem ganz privaten Christsein, dass man täglich sein eigenes Fleisch und Blut ans Kreuz schlägt. Wer seelsorgerlich tätig ist, der weiß um die Klagen der Leute, nicht selten auch gegen ihre Mitmenschen. Wenn ich mit meinem Zeigefinger auf einen Menschen zeige und sage: „Der ist schuld an meinem Unglück!“, dann zeigen im selben Augenblick immer drei Finger auf mich selbst. In diesen morgendlichen Viertelstunden stille Zeit deckt Jesus auch oft auf, dass wir selbst zumindest Mitschuld haben, an unserem Unglück. In einem solchen Eingeständnis zeigt uns Jesus dann, dass nicht immer vor Gottes Angesicht gelebt wurde, dass nicht immer vor und mit Gott gewandelt und gehandelt wurde.

Christen müssen jeden Tag lernen, ihre Natur ans Kreuz zu schlagen, sie müssen immer mehr der Welt sterben, um im Geiste Jesu leben zu können.

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* Seite 4.

* Die Liebe Gottes zu uns!

Und was ist mit der Freude über die Liebe Gottes zu uns und über unser gerettet sein? Ja, was gibt es da für Hindernisse und Blockaden?

Es hat den Anschein, dass nicht ganz kapiert wurde und immer noch nicht kapiert wird, was abgelaufen ist und noch abläuft. Allein die folgende Frage macht verständlich, um was eigentlich geht:

Worüber besteht nun größere Freude, über einen 6er im Lotto oder über die Errettung durch Jesus Christus?

Wie trügerisch doch das fadenscheinige Glück der Welt ist und wir fallen immer wieder darauf rein. Was ändert der Haupt-lottogewinn mit vielen Millionen Euro an meinem Herzinfarkt oder an meinem Darmkrebs oder an meiner Leukämie – alles tödliche Krankheiten, die am Tag des „Gewinns“ schon fürchterlich zuschlagen können?

Niemand und nichts auf der Welt kann mir dann helfen, mich retten, egal wie viel Millionen ich habe.

Nur mein Papa in den Himmeln, ER kann mir helfen, denn ER ist in allem der reichste und großzügigste, den es überhaupt gibt.

Darum: Lebe oder sterbe ich in Frieden mit GOTT, durch Jesus Christus unseren Herrn, dann bin ich, egal ob arm oder reich, gerettet. Und dort, wo ich einst wohnen werde, dort brauche nicht mehr das Geld der vergänglichen Welt.

Statt dass alle Glaubensgeschwister täglich beben und jubeln vor Freude über ihre Errettung, Befreiung, Erlösung und Heilung, sitzen nicht wenige, wie versteinert und schweigend da und lassen sich auf diese Art und Weise, von frommen Programmen gerne berieseln.

Aber bei einem riesigen Geldgewinn gibt es meistens eine lautstarke Freudenmanifestation.

Wenn ich manche Geschwister fragen würde, ob sie schon mal schlaflose Nächte hatten, aus der Freude darüber, dass sie Christ sind, wie wäre wohl die Antwort? So entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass es auch eine Christenheit ohne Freude am Christsein gibt, weil von Freude keine Spur.

Dagegen finde ich nicht oft Christen, die vor Freude über ihren Heiland jauchzen und hüpfen. Dabei besteht von dem Augenblick der Wiedergeburt an aller Anlass zur Freude (Phil 4,4).

Oder sind wir vielleicht verletzte, kranke, kraftlose oder keine richtigen Christen?

Aber wie dem auch sei: Gehen wir unter das Kreuz unseres Heilands und bitten IHN um Heilung und Freude, denn es steht geschrieben:

Die Freude am Herrn ist unsere Kraft!

Und wenn wir so die Gegenwart betrachten und dann in die Zukunft schauen, erkennen wir, dass wir noch sehr, sehr viel Freude, sprich Kraft brauchen, um nicht schlapp zu machen, sondern um die Zukunft IHM zur Ehren, meistern zu können.

Nur Mut, denn der Herr ist mit uns. Amen!

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* Seite 5.

* Aus dem Psalm 25

Zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele.

Mein Gott, auf dich vertraue ich: lass mich nicht zuschanden werden, lass meine Feinde nicht über mich frohlocken! Auch werden alle, die auf dich harren, nicht beschämt werden. Deine Wege, HERR, tue mir kund, deine Pfade lehre mich. Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils; auf dich harre ich den ganzen Tag. Gedenke an deine Erbarmungen, HERR, und an deine Gnadenerweise; denn sie sind von Ewigkeit her. An die Sünden meiner Jugend und meine Vergehen gedenke nicht; nach deiner Gnade gedenke du meiner, um deiner Güte willen, HERR! Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß. Sieh mein Elend an und meine Mühsal, und vergib alle meine Sünden. Bewahre meine Seele und rette mich! Lass mich nicht zuschanden werden, denn ich berge mich bei dir. Lauterkeit und Redlichkeit mögen mich behüten, denn ich harre auf dich.

Erlöse Israel, o Gott, aus allen seinen Nöten!



AMEN!

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